Zum Tod von Guido Westerwelle

Foto: CC-Lizenz, Tim Reckmann (Transferred by diba)

Guid Westerwelle, Foto: CC-Lizenz Tim Reckmann (Transferred by diba)

Einer der prominentesten Bundespolitiker des letzten Jahrzehnts, Guido Westerwelle (FDP), erlag am 18. März im Alter von 54 Jahren seiner Leukämie-Erkrankung. Seit November musste der ehemalige Bundesaußenminister stationär in der Kölner Universitätsklinik behandelt werden. Das größte Krankenhaus der Domstadt wurde zu seinem Sterbeort.

Obwohl sich die Bürgerbewegung pro Deutschland als harte Opposition gegen die Altpartei FDP definiert, sieht der Vorstand die persönliche Tragik im Fall Westerwelle. War das politische Karriere-Aus Guido Westerwelles durch seine Abwahl aus Bundestag und Bundesregierung im September 2013 ein Vorgang, der jeden Politiker einer Demokratie ereilen kann, so ist sein vorzeitiger Tod zweieinhalb Jahre später ein mehr als unglückliches Schicksal. Der pro Deutschland-Vorstand spricht gegenüber den Angehörigen von Westerwelle sein Beileid aus.

„Seit den frühen 1990er Jahren ist mir der heutige Bonner FDP-Ratsfraktionsvorsitzende Werner Hümmrich persönlich bekannt. Hümmrich und Westerwelle waren als lokale Kollegen ihrer Partei enge politische Weggefährten“, äußert rückblickend der pro Deutschland-Generalsekretär Detlev Schwarz.

„Aufgrund meiner 29 Jahre Mitgliedschaft in der Bonner CDU begegnete mir Westwelle auch hin und wieder auf Veranstaltungen meiner damaligen Partei. Ihn nahm ich als sympathisch auftretenden Mensch wahr. Daher erschüttert es mich tief, dass er als Mann desselben Geburtsjahrgangs wie ich viel zu früh aus dem Leben geschieden ist. Es ist für mich eine Frage des Anstands, hier Mitgefühl zu zeigen.

Obwohl ich die FDP-Linie in der Ära Westerwelle von 2001 bis 2011 in vielen Punkten nicht teilen konnte, muss ich das Handeln der deutschen Massenmedien während des letzten Jahres seines Parteivorsitzes eindeutig missbilligen! Ein regelrechtes Trommelfeuer der Meinungsmacher gegen ihn forderte seinen Tribut. Im Mai 2011 sah sich Westwerwelle gezwungen, die Führung seiner Partei und das Amt des Vize-Bundeskanzlers aufzugeben. Dieselben Massenmedien geben sich nun betroffen ob seines Todes. Was für Heuchler!“