Zigtausende Tierversuche sind sinnlos

Hund,Katze,Nager,Haustiere in einer Reihe vor weiem Hintergrund

Eine in den USA im Januar 2016 veröffentlichte Untersuchung, an der Forscher der Berliner Charité beteiligt waren, beweist die Sinnlosigkeit eines erheblichen Teils der Tierversuche in Europe und den USA. Bemerkenswert: Die Studie wurde nur in Englisch ins Internet gestellt. In Deutschland wird sie komplett verschwiegen. Fernsehen, Rundfunk und die meisten Zeitungen tun so, als hätte es die Untersuchung nie gegeben. Die Medienmacher wollen offenbar nicht riskieren, künftig auf für sie ertragreiche Werbung der Pharmakonzerne verzichten zu müssen.

Alle Fakten, die jetzt durch diese brandaktuelle wissenschaftliche Untersuchung öffentlich gemacht worden sind, bestätigen: Pro Deutschland liegt mit der Forderung nach einem Stopp sinnloser Tierversuche genau richtig!

Tiere „verschwinden“ aus Versuchsanordnung

Denn: Viele Studien, für die Tiere getötet werden, sind manipuliert. Immer wieder „verschwinden“ Tiere aus der Versuchsanordnung. Dadurch wird das Ergebnis verfälscht – und zwar in die von den Versuchsleitern gewünschte Richtung. „Der Verdacht liegt nahe, dass Tiere aus den Versuchen herausgenommen werden, wenn sie etwa eine besonders schwere Krankheitsausprägung zeigen“, sagt der Schlaganfallforscher Prof. Dr. Ulrich Dirnagl von der Cahrité, der zu den Autoren der in Deutschland verschwiegenen wissenschaftlichen Untersuchung gehört. Dirnagl weiß, wie solche Manipulationen zustande kommen: „Für mich ein typischer Fall von Bias.“

Unter „Bias“ verstehen Forscher den Wunsch des Wissenschaftlers, seine Substanzen mögen wirken. Alles, was diesem Wunsch im Weg steht – also zum Beispiel ein erkranktes Versuchstier – wird aus dem Weg geräumt.

Verschwiegene Geldquellen

US-Wissenschaftler haben einen weiteren schwerwiegenden Mangel unzähliger Tierversuchs-Studien festgestellt: Bei vielen dieser Untersuchungen wird verschwiegen, wer sie finanziert hat. Forscher der bekannten US-Universitäten Stanfort und Emory nahmen 441 Studien unter die Lupe, die von 2000 bis 2014 in der biomedizinische Datenbank „PubMed“ veröffentlicht worden waren. Die meisten dieser Studien enthielten weder Angaben zu den verwendeten Rohdaten noch vollständige Versuchsprotokolle. Und in ihnen war nicht erwähnt, wer für die jeweilige Arbeit das Geld gegeben hat und ob Interessenkonflikte zwischen Forschern und Auftraggebern bestanden.

Ohne diese Angaben sind die Untersuchungen kaum etwas wert. Prof. Dr. Dirnagl spricht von „substanzieller Ressourcenverschwendung im Wissenschaftsbetrieb“.

Die „Ressourcen“, die verschwendet werden, sind oft Steuergelder – und immer Versuchstiere, deren Leben einfach weggeworfen wird. Die Skrupellosigkeit der Pharma-Lobby scheint dabei keine Grenzen zu kennen.

„Lügenpresse“ betreibet Verschleierung

In Deutschland haben Politiker von CDU/CSU, SPD, Grünen und FDP rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen, unter denen die sinnlose Opferung des Lebens von Tieren, denen oft ungeheure Qualen zugefügt werden, offenbar risikolos ist für ehrgeizige Projektbetreiber, die bestimmte Resultate – oft krampfhaft – „herbeiforschen“ wollen. Niemand hält die Tierquäler auf! Die sogenannte „Lügenpresse“ verschweigt das Unrecht, das wehrlosen Tieren zugefügt wird. Die deutsche Öffentlichkeit soll offenbar systematisch dumm gehalten werden.

Dagegen hilft nur eine ebenso systematische, politische Gegenwehr!

Die Bürgerbewegung pro Deutschland fordert eine Änderung des Grundgesetzes. In unserem Grundsatzprogramm heißt es dazu:

Tier-Rechte gehören ins Grundgesetz

„Tiere sind unsere Mitgeschöpfe. Sie als Sachen zu werten, wie es das deutsche Recht derzeit vorsieht, greift zu kurz. Pro Deutschland fordert deshalb die Aufnahme eines Artikels 20b in das Grundgesetz, der den Tieren einen besonderen Rechtsstatus einräumt. Tierquälerei muss konsequent bestraft werden.“

Und weiter:

„Tierversuche sind generell zu verbieten. Medizinisch begründete Ausnahmefälle regelt das Tierschutzgesetz.“

Ein neues Tierschutzgesetz, das pro Deutschland fordert, muss klar regeln, dass in keinem Fall eine Ausnahmegenehmigung für die Durchführung eines Tierversuchs erteilt werden darf, aus dem Versuchstiere „verschwinden“, also zum Zweck der Manipulation herausgenommen werden. Stellt sich ein solcher Eingriff nachträglich heraus, so sind die Tierversuche als illegale Tierquälerei zu werten und mit Strafverfahren gegen die Täter zu ahnden.

Zudem muss jede Veröffentlichung einer einschlägigen Studie, an die der Anspruch von Wissenschaftlichkeit geknüpft ist, die verwendeten Rohdaten und die vollständigen Versuchsprotokolle sowie eine Offenlegung der Geldgeber enthalten. Da dies offenbar leider nicht selbstverständlich ist, führt auch hier an einer gesetzlichen Regelung kein Weg vorbei.

Ein wirksamer Tierschutz ist möglich! Aber leider fehlt dazu bei den alten politischen Kräften der Wille.