Kölns neuer Polizeipräsident: Es kann nur besser werden

polizei_koelnNach dem Horror-Jahreswechsel am Kölner Hauptbahnhof gibt es eine sehr positive Meldung aus der Domstadt, denn mit Jürgen Mathies wird ein Mann mit knapp 40-jähriger Diensterfahrung höchstwahrscheinlich lokaler Polizeipräsident. Die Neubesetzung des Postens wurde notwendig mit der Versetzung des Verwaltungsjuristen Wolfgang Albers (SPD) in den einstweiligen Ruhestand. In der Zwischenzeit kursierten einige Personalvorschläge wie u. a. der der jetzigen Wuppertaler Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher (CDU).

Der heute 54-jährige Mathies trat 1977 in den Polizeidienst ein. Aktuell ist er Direktor des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) in Duisburg. Im Zeitraum von 2001 bis 2006 war Mathies mitverantwortlich für die Erstellung der polizeilichen Rahmenkonzeption für die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Im Jahr nach dem Großereignis wurde er Chef des LZPD, das beispielsweise für die landesweite Koordinierung von Einsätzen der Bereitschaftspolizei und Spezialeinheiten zuständig ist. In der Silvesternacht hat das LZPD der Kölner Polizei Verstärkung angeboten, was aber das dortige Präsidium entgegen jeglicher Vernunft ablehnte.

In Nordrhein-Westfalen werden Polizeipräsidenten auf Vorschlag des Innenministers von der Landesregierung bestimmt. Der selbst in die Kritik geratene Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) stellt am 19. Januar Mathies dem Kabinett vor. Aufgrund des positiven Echos in den Medien und seitens der Polizeigewerkschaften ist die Entscheidung so gut wie sicher. Die rot-grüne Regierung Nordrhein-Westfalens ist sichtlich um Schadensbegrenzung bemüht.

„Unsere Partei steht grundsätzlich auf dem Standpunkt, im bevölkerungsreichsten Bundesland unserer Republik nur noch erfahrene Polizisten zu Präsidenten der Großstadt-Ordnungshüter zu machen, statt der parteipolitisch ausgekungelten Verwaltungsjuristen“, kommentiert der nordrhein-westfälische Landesgeschäftsführer der Bürgerbewegung pro Deutschland, Nico Ernst, der fünf Jahre lang Mitglied des Bonner Stadtrats war.

„Wie unsere Parteifreunde aus dem Bergischen Land richtig erkannt haben, wäre ein Wechsel von Wolfgang Albers zu Birgitta Radermacher an der Spitze des wichtigsten Polizeipräsidiums von Nordrhein-Westfalen ein Gang vom Regen in die Traufe geworden. Wenn nun allerdings Innenminister Jäger meint, mit dem offensichtlich kompetenten Mathies sei er selbst nun aus dem Schneider, so halten wir von pro Deutschland entschieden dagegen. Der Silvester-Horror in Köln und anderen Großstädten war lediglich die größte in einer ganzen Reihe von Fehlleistungen des Duisburger SPD-Funktionärs. Neben dem neuen Polizeipräsidenten muss es einen anderen Landesinnenminister geben sowie eine vorgezogene Neuwahl für das Amt des Kölner Oberbürgermeisters. Erst dann kann von einem sauberen Neustart die Rede sein!“