Wolfgang Albers‘ (SPD) unrühmlicher Abgang

Noch am 5. Januar 2016 versuchte Wolfgang Albers in einer Pressekonferenz im Kölner Rathaus, die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen. Foto: CC-Lizenz © Raimond Spekking

Noch am 5. Januar 2016 versuchte Wolfgang Albers in einer Pressekonferenz im Kölner Rathaus, die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen. Foto: CC-Lizenz © Raimond Spekking

Einer der härtesten Filzokraten des Köln-Bonner Raums, Polizeipräsident Wolfgang Albers (SPD), ist über den zurückliegenden Horror-Jahreswechsel in der Domstadt gestolpert. Sein Parteigenosse Ralf Jäger, der seit 2010 Innenminister Nordrhein-Westfalens ist, ließ am späteren Nachmittag des 8. Januar seine Versetzung in den einstweiligen Ruhestand bekanntmachen. Noch am frühen Nachmittag veröffentlichte das Polizeipräsidium Köln eine Pressemitteilung, mit der Albers den letzten Versuch einer Rechtfertigung seines Handels unternahm.

In der Öffentlichkeit deutlicher wahrgenommen wurde der heute 60-jährige Volljurist ab dem Juli 2002, als ihn der damalige Landesinnenminister Fritz Behrens (ebenfalls SPD) zum Polizeipräsidenten Bonns ernannte. Unter seiner Führung der lokalen Ordnungshüter erblühte die Bundesstadt am Rhein förmlich als Wohlfühl-Oase für islamische Extremisten insbesondere aus dem salafistischen Bereich. Auch die allgemeine Kriminalität befand sich auf Rekordniveau, was sich u. a. in enormen sozialen Brennpunkten in Wohnlagen wie Neu-Tannenbusch, Brüser Berg, Medinghoven usw. niederschlug.

Im Jahr 2011 erwies sich Wolfgang Albers als ganz spezieller „Freund“ von pro Deutschland und PRO KÖLN. Am 30. September trat er nämlich die Nachfolge von Klaus Steffenhagen (ebenfalls SPD) als Leiter des Polizeipräsidiums Köln an. Gerade einmal sieben Wochen nach seinem Amtsantritt kam es am 19. November zu einer Demonstration der Bürgerbewegung PRO KÖLN. Im Stadtteil Kalk forderte die Wählervereinigung die Schließung des damals örtlichen „Autonomen Zentrums“ wegen seiner Funktion als Brutstätte linksextremer Gewalt. Nur rund 200 Meter weit kam der Demonstrationszug. Nach mehr als zwei Stunden Wartezeit in Höhe der „Köln Arcaden“ hieß es, die Polizei sehe sich außerstande, die Blockade der linksradikalen Gegner PRO KÖLNs zu räumen. Wegen polizeilicher Fehlleistungen konnten anschließend gewalttätige Gegendemonstranten einige Teilnehmer der PRO-KÖLN-Demonstration attackieren. Wolfgang Albers sei Dank!

Nico Ernst

Nico Ernst

„Genau kann ich mich noch erinnern, wie ich Ende 2008 am Beginn meiner kommunalpolitischen Aktivitäten für die Pro-Bewegung in Bonn Polizeipräsident Albers wahrgenommen habe. Er war bereits damals eine Art ‚Beschwichtiger vom Dienst‘. Aus Kreisen seiner Polizisten konnte ich vernehmen, dass diese keine wirklich hohe Meinung von ihm hatten“, äußert zurückblickend der einstige Bonner Ratsherr und heutige Landesgeschäftsführer NRW von pro Deutschland, Nico Ernst.

„Nach Albers‘ Wechsel in die Nachbarmetropole Köln verfolgte ich dessen weiteren Werdegang. 2011 wirkte er noch wie jemand, der auf der Karte der SPD unaufhaltsam die Karriereleiter hochfällt. Als dann am späteren Nachmittag des 8. Januar in den Nachrichten die Meldung seines Sturzes auf Geheiß seines einstigen Förderers Jäger kam, empfand ich ein Gefühl der Erleichterung. In das berufliche Abschiedsbuch von Wolfgang Albers schreiben wir von der Bürgerbewegung pro Deutschland: ‚Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende! Und bitte bei Gelegenheit Ralf Jäger gleich mitnehmen in die Wüste!‘.“