Archiv für den Autor: Lars Seidensticker

Was taugen deutsche Richter?

fesselnWährend in regelmäßigen Abständen immer wieder die Meldungen von der Verhängung drakonischer Strafen aus dem Ausland zu uns dringen, ist die deutsche Justiz in weiten Teilen offenbar weiterhin auf dem Kuscheltrip. So wurden am vergangenen Montag vor dem Landgericht Flensburg zwei deutsche Männer verurteilt. Sie hatten im Mai 2013 den Sylter Promi–Koch Miki Nozawa in einer Tabledance-Bar zusammengeschlagen und anschließend auf das am Boden liegende Opfer eingeschlagen und eingetreten. Zuvor waren die Täter in Nozawas Restaurant essen gewesen. Da ihnen die Nudeln mit Gemüse und Rindfleisch nicht schmeckten, verlangten sie ihr Geld (10 Euro) zurück. Als sich der Koch weigerte, das Geld herauszugeben, schlugen ihn die beiden Männer zu Boden. Weiterlesen

Wer entschädigt die Deutschen?

Ermordete deutsche Frauen und Kinder.

Ermordete deutsche Frauen und Kinder. Bitte anklicken für ein Video zu diesem Thema!

Da ist es wieder das Thema Reparationen. „Sie massakrierten Frauen und Kinder, sie deportierten Zehntausende (…), sie saugten das Land wirtschaftlich aus“, schreibt „Spiegel online“ in einem Artikel, in dem es um Reparationen. Was sich zunächst wie eine Beschreibung sowjetischer Gräueltaten an der deutschen Zivilbevölkerung anhört, betrifft in diesem Fall allerdings das arg gebeutelte Griechenland. Kaum das die neue Regierung in Athen nach Geld schreit, werden deutsche Politiker wach, vor allem, wenn es im Zusammenhand mit der „deutschen Schuld“ geschieht.

Dann werden vor allem jene munter, denen der Selbsthass in Fleisch und Blut übergegangen ist – vor allem Politiker der SPD, den Linken, sowie der Grünen. Allen voran die unsägliche Gesine Schwan. Als die Preußische Treuhand 2006 Entschädigungsklagen gegen das Vertreiberland Polen ankündigte, distanzierte sich die ehemalige Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten umgehend und nannte das Ansinnen „eine Torheit“. Jetzt, wo es um Entschädigungen für Griechenland geht, hat sie ein offenes Ohr und zeigt Verständnis. Dabei haben die deutschen Heimatvertriebenen, im Gegensatz zu Griechenland, bis heute keinerlei Entschädigungen erhalten. Auch der nach dem Krieg gezahlte Lastenausgleich war nur eine Starthilfe und keine Entschädigung für verlorengegangenes Eigentum. Weiterlesen

Die wert(e)lose Gesellschaft

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Die Deutschen werfen pro Jahr etwa 103 Milliarden Tonnen Lebensmittel in den Müll. Am häufigsten landen Obst und Gemüse im Mülleimer, aber auch Back- und Milchwaren sowie Speisereste. Zusammen sind das pro Kopf und Jahr zwei randvolle Einkaufswagen im Wert von 235 Euro, 82 kg pro Person und Jahr.

Grund dafür ist Gedankenlosigkeit und das mangelnde Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln. Dazu kommt die schlechte Planung und Kalkulation vieler Einkäufer. Besonders manche Hartz-lV- Empfänger werfen viele Lebensmittel weg. Um den „Geldtag“ herum, also den Zahltag, werden jede Menge Lebensmittel eingekauft, weil nach den kargen Tagen am Monatsende wieder reichlich Geld vorhanden ist. Vor allem frische Lebensmittel, die nicht rechtzeitig verbraucht werden können, landen dann im Müll. Lebensmittel, die dem Hartz-lV-Empfänger am Ende des Monats wieder fehlen. Weiterlesen

Deutschland: Ist der Ehrliche der Dumme?

Der moderne deutsche Michel kommt ins Grübeln: Wer brav ist, ist der Dumme.

Der moderne deutsche Michel kommt ins Grübeln: Wer brav ist, ist der Dumme.

„Wie im Wilden Westen“ seien die bewaffneten Zollbeamten in seiner Bäckereifiliale im Traunsteiner Netto-Markt aufgetreten, klagt Bäckermeister Gerhard Kotter gegenüber einigen Lokalzeitungen. Beamte des Zoll haben gleichzeitig mehrere Filialen Kotters kontrolliert. Gegen die Kontrollen, bei denen es um Schwarzarbeit und Mindestlohn ging, hat Bäckermeister Kotter nach eigenem Bekunden gar nichts einzuwenden. Es geht um das „wie“. Dieses „wie“ soll nach den Schilderungen des Personals wie folgt ausgesehen haben: Wie Elefanten im Porzellanladen seien die Beamten vorgegangen, indem sie sich vor den Kunden aufbauten, das Geschäft störten und ohne Rücksichtnahme auf die Privatsphäre der Mitarbeiterinnen Fragen nach den persönlichen Einkommensverhältnissen stellten, ob sie Hartz lV oder ähnliche Transferleistungen erhalten, wie viele Stunden sie am Tag und in der Woche arbeiten – usw. – stellten. Weiterlesen

Wehe, wehe, wehe…

bad„Ich verspreche, nie wieder so etwas zu tun. Ich muss mich nicht nur bei Ihnen, sondern auch bei meiner Familie entschuldigen, die ich so beschämt habe …” – Worte voll Demut und Reue. Gesprochen vor einem Gericht, aber vor keinem deutschen Gericht. Gesprochen wohl auch in der Hoffnung, ein mildes Urteil zu erhalten. Geholfen hat es nichts, es wurde die Höchststrafe verhängt. In Deutschland hört man Worte der Reue selten, auch und gerade vor Gerichten. Es hilft auch nichts, die Urteile fallen in diesem Land (allzu) oft milde aus, auch ohne Reue. In diesem Fall geht es um deutsche Täter im Ausland, genauer in Singapur. Dort wurden Andreas von K. und Elton H. dieser Tage wegen des Beschmierens von U-Bahnen zur Höchststrafe von neun Monaten Haft und drei Stockschlägen auf das nackte Hinterteil verurteilt. Weiterlesen

Mediziner bekämpfen Gesundheit und Tod

gesundheitDas Gesundheitswesen ist in der (ver)öffentlichten Meinung in Deutschland momentan kaum der Rede wert – außer wenn es um offene Stellen in diesem Sektor geht, die natürlich möglichst mit Bewerbern mit Zuwanderungshintergrund besetzt werden sollen. Dabei hat sich das Gesundheitswesen in den letzten Jahrzehnten zu einem Milliarden verschlingenden Gesundheits-Unwesen entwickelt. 2012 überstiegen die Gesundheitsausgaben erstmalig die Marke von 300 Milliarden Euro. Das sind auf die Einwohner der Bundesrepublik umgerechnet 3.740 Euro pro Kopf.

Sicherlich, die Medizin hat gewaltige Fortschritte gemacht und Hunderttausende verdanken ihr Leben der guten ärztlichen und medizinischen Versorgung. Unzählige Menschen werden allerdings geradezu von der Pharmaindustrie und dem Gesundheitssystem abhängig gemacht. Bei ihnen werden Krankheiten gepflegt und medikamentös begleitet. An einer tatsächlichen Heilung des Patienten ist dem System offensichtlich  wenig gelegen. Vielmehr geht es darum, den Kranken medikamentös „richtig einzustellen“ und somit möglichst langfristig als Kunden zu binden. Weiterlesen